Das Diakonie-Klinikum Stuttgart gehört in Baden-Württemberg zu den Kliniken, die am weitesten digitalisiert sind. Das zeigt die aktuelle Erhebung des unabhängigen Konsortiums „Digitalradar Krankenhaus“, das zum dritten Mal im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums den Digitalisierungsgrad der über 150 Kliniken in Baden-Württemberg untersucht hat. Mit einem Score von 78 Punkten liegt das freigemeinnützige Krankenhaus weit über dem Landes- und Bundesdurchschnitt (Baden-Württemberg: 52,3 Punkte, Bund: 55 Punkte).
Das Diakonie-Klinikum hat sich damit gegenüber der letzten Erhebung (2024: 62 Punkte) nochmals deutlich verbessert und setzt weiter aktiv auf digitale Innovationen im Gesundheitswesen. In allen untersuchten Dimensionen erreicht es Bestnoten. Dazu gehören beispielsweise klinische Prozesse, Informationsaustausch, Telehealth oder Resilienz-Management.
Digitalisierung ist für moderne Krankenhäuser unverzichtbar. Sie verbessert die Abläufe und Prozesse und steigert die Patientensicherheit und -zufriedenheit und entlastet das medizinische Personal. Das Diakonie-Klinikum zeigt beispielhaft, wie digitale Lösungen konkret zum Nutzen von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden eingesetzt werden.
Das Klinikum steht aktuell beispielsweise kurz vor der Einführung eines Patienten- und Zuweiserportals mit Online-Terminbuchungsmöglichkeit.
Die Bandbreite an Digitalisierungsprojekten, die erfolgreich umgesetzt wurden, ist breit. Einige Beispiele:
- Notaufnahmesoftware mit digitaler Anbindung an den Rettungsdienst – schnellere Abläufe, bessere Übersicht, sichere Versorgung von Notfallpatienten.
- Softwaregestützte Steuerung auf der Intensivstation – mit Alarmierungen und Online-Monitoring.
- Digitale Arzneimittelprüfung – mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten.
- Mobile Visite direkt am Patientenbett – weniger Papier, weniger Übertragungsfehler.
- Spracherkennungssysteme – weniger Tipparbeit, mehr Zeit für die Medizin.
- Patientenbildportal – digitale Bilddaten für die Patienten.
„Von der Digitalisierung profitieren unsere Patientinnen und Patienten und unsere Mitarbeitenden durch schnellere Prozesse, Unterstützung bei der Bewältigung bürokratischer Aufgaben und Dokumentationspflichten sowie mehr Patientensicherheit“, betont Friedhelm Brinkmann, IT-Leiter des Diakonie-Klinikums Stuttgart. Das Ergebnis zeige aber auch, dass im Gesundheitswesen in Deutschland noch große Anstrengungen notwendig sind. „Auch im Diakonie-Klinikum sehen wir das Ergebnis als Ansporn und Auftrag, weiter an Verbesserungen bei der Digitalisierung zu arbeiten. Der DigitalRadar-Score aber zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Der DigitalRadar Krankenhaus
Das Konsortium „DigitalRadar Krankenhaus“ besteht aus den Projektpartnern HIMSS Europe, inav – Institut für angewandte Versorgungsforschung, Lohfert & Lohfert, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Universität St.Gallen. 2021 wurde das Konsortium vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) beauftragt, den DigitalRadar als Instrument für die systematische Messung des digitalen Reifegrads deutscher Krankenhäuser zu entwickeln und so die Evaluation des Krankenhauszukunftsfonds zu ermöglichen.
Mit der nun dritten flächendeckenden Erhebung des digitalen Reifegrads deutscher Krankenhäuser wird der Fortschritt über einen Zeitraum von fünf Jahren sichtbar. Insgesamt nahmen 1.531 Krankenhäuser an der dritten Erhebung teil. Die große Zahl teilnehmender Krankenhäuser ermöglicht eine belastbare Betrachtung von Entwicklungen über die Zeit. Der DigitalRadar zählt international zu den umfassendsten als Längsschnitt angelegten Reifegradmessungen des digitalen Entwicklungsstandes von Krankenhäusern und ermöglicht eine nahezu flächendeckende Betrachtung der Entwicklung in Deutschland.
Mehr Informationen: www.digitalradar-krankenhaus.de