Das Pflegespektrum am Diakonie-Klinikum
Wir wollen Ihnen durch unser pflegerisches Fachwissen, unsere Erfahrung und unser persönliches Engagement die bestmögliche Versorgung bieten. Dabei arbeiten wir nach dem Prinzip der Bereichspflege und auf der Grundlage von professionellen Pflegestandards. Es ist für uns keine Selbstverständlichkeit, dass sich Patientinnen und Patienten bewusst für eine Versorgung und Betreuung durch uns entscheiden. Diesem Vertrauen wollen wir gerecht werden und unsere Kompetenz, unsere Kraft und unsere Persönlichkeit einbringen, damit Sie Ihren Krankenhausaufenthalt mit einem Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit erleben können.
Für einige Krankheitsbilder und Verletzungen sowie gewisse Phasen in Diagnostik und Therapie benötigt es speziell ausgebildete Pflegekräfte. Für den Einsatz in all diesen spezialisierten Fachbereichen erwerben unsere Pflegekräfte Zusatzkompetenzen.
Schmerzmanagement
Ein professionelles Schmerzmanagement ist zentral für die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten. Schmerzen beeinträchtigen körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden und können sich ohne gezielte Behandlung zu eigenständigen Krankheitsbildern entwickeln. Pflegefachkräfte erfassen Schmerzen systematisch, beugen ihnen vor und unterstützen eine individuelle Behandlung gemäß dem Expertenstandard Schmerzmanagement. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit im gesamten therapeutischen Team.
Eine Pain Nurse ist eine speziell weitergebildete Pflegefachperson mit umfassender Expertise in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Sie beurteilt das Schmerzgeschehen ganzheitlich, führt in Absprache mit Ärzten eigene Schmerzvisiten durch und überwacht die Therapie. Dabei berücksichtigt sie sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Maßnahmen, kennt verschiedene Verabreichungsformen und begleitet Patientinnen und Patienten ebenso wie deren Angehörige beratend durch den Therapieprozess. Ziel ist stets eine individuell angepasste, wirksame und möglichst schonende Schmerzbehandlung, die Ängste reduziert, Beschwerden lindert und den Genesungsprozess unterstützt – ob nach Operationen, bei chronischen Schmerzen oder im Rahmen einer Tumorerkrankung.
Weitere Informationen zum Schmerzmanagement finden Sie hier.
Wundmanagement
Das pflegerische Wundmanagement im Diakonie-Klinikum Stuttgart ist bereits seit Jahren in die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden integriert. Zu den Aufgaben der Wundmanagerin oder des Wundmanagers gehören neben der innerbetrieblichen Fortbildung die Durchführung des interdisziplinären „Arbeitskreis Wunde“, die Beratung oder Anleitung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften in der Wundversorgung sowie die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischen und sekundär heilenden Wunden im ambulanten wie stationären Bereich.
Die Schwerpunkte in der Wundversorgung bilden die Behandlung aller Formen des Ulkus cruris (Beingeschwür), des Diabetischen Fußsyndroms sowie Dekubitalulcera (Druckgeschwüre). Ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und der Wundmanagerin oder dem Wundmanager erstellen gemeinsam und unter Einbeziehung der Patientin oder des Patienten und dessen Angehörigen Behandlungspläne nach den aktuellsten Therapiemöglichkeiten. Bei Bedarf werden Schulungen im Umgang mit Wundauflagen oder zur Kompressionstherapie angeboten. Durch eine digitale Wunddokumentation beziehungsweise Fotodokumentation der Wunden sind auch kleinste Veränderungen von Wunden erkennbar. Gleichzeitig kann durch die mögliche Übermittlung der digitalen Befunde an die nachsorgenden Einrichtungen, Hausarztpraxen oder ambulante Dienste eine kontinuierliche Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden.
Diabetesberatung für stationäre Patientinnen und Patienten
Die Diabetesberatung des Diakonie-Klinikums Stuttgart betreut Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, 2 und anderen spezifischen Diabetestypen in allen Bereichen der Klinik. Das Beratungsteam berät individuell hinsichtlich Ernährung, Bewegung, Fußgesundheit und zu vielen weiteren gesundheitsfördernden Aspekten. Die Beraterinnen entwickeln gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten Strategien für einen besseren Umgang mit der Erkrankung und leiten sie während des Klinikaufenthalts konkret zur Umsetzung der Diabetestherapie an. Im chirurgischen Bereich begleiten die Diabetesberaterinnen Menschen mit Diabetes mellitus rund um eine Operation, da diese durch die Erkrankung ein höheres Risiko für Komplikationen und Wundheilungsstörungen haben. Dies ist besonders wichtig, wenn die Stoffwechsellage ungenügend oder instabil ist. Die Diabetesberatung im Diakonie-Klinikum begleitet und plant deshalb gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und einem interdisziplinären Team aus Pflegenden sowie Ärztinnen und Ärzten die Behandlung um einen reibungslosen Aufenthalt im Krankenhaus und die Genesung zu fördern. Sie vermittelt bei Bedarf zusätzlich die weitere fachliche Betreuung nach der Entlassung. Seit 2019 ist das Diakonie-Klinikum Stuttgart als Behandlungseinrichtung für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifiziert.
Onkologische Pflege
Im Diakonie-Klinikum Stuttgart arbeiten auf drei Stationen insgesamt 70 Pflegekräfte im Fachbereich der Onkologie. Ein Schwerpunkt in der pflegerischen Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten ist eine individuelle Beratung in verschiedenen Krankheitsphasen und Lebenssituationen zu Wirkungen und Nebenwirkungen der verschiedensten Krebstherapien und anderen krankheitsbedingten Veränderungen. Die Patientinnen und Patienten erhalten lebensverbessernde Unterstützung, fachliche Beratung und konkrete Hilfestellung weit über ihren Krankenhausaufenthalt hinaus. In regelmäßigen Qualitätszirkeln und Fortbildungen innerhalb des Pflege- und Funktionsdienstes wird die pflegerische Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten entsprechend aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse fachlich weiterentwickelt. Supervisionen und Fallbesprechungen fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen. Im Rahmen der Personalentwicklung bietet das Diakonie-Klinikum die Teilnahme an der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“, „Palliativ Care“ sowie die Fortbildung Hämato-Onkologiepflege“ an.
Anprechpartnerinnen Onkologische Pflege:
Anna Jokkers
Gesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie
Breast Care Nurse
Nadine Lebsanft
Gesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie
Kontakt E-Mail:
pflegeberatung-onkologie@diak-stuttgart.de
Stomatherapie
Unser erfahrener Stomatherapeut Marco Bickelhaupt ist an ausgewählten Tagen im Diakonie-Klinikum und steht für Anleitung, Beratung und Versorgung von Stomapatientinnen und -patienten zur Verfügung. Er unterstützt Betroffene und Angehörige bei der Pflege, Handhabung und dem sicheren Umgang mit dem Stoma.
Kontakt und Verfügbarkeiten
Marco Bickelhaupt
Krankenpfleger, Pflegeexperte Stoma, Kontinenz, Wunde (FgSKW), Wundexperte ICW
Tel.: 0151 42266787
E-Mail: m.bickelhaupt@xcarstens.de
Verfügbarkeiten im Diakonie-Klinikum
Montag, Mittwoch und Freitag: 08:00 - 11:00 Uhr
Deeskalationstraining
Im Klinikalltag kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Patientinnen und Patienten und Personen, die aufgrund verschiedenster Ursachen ein herausforderndes Verhalten zeigen. Im Umgang mit diesen Situationen sind Pflegekräfte des Diakonie-Klinikums als Deeskalationstrainerin oder Deeskalationstrainer nach ProDeMa® zertifiziert. Diese speziell ausgebildeten Pflegekräfte bieten allen Mitarbeitenden des Diakonie-Klinikums regelmäßige Schulungen und Trainings zum Thema „Deeskalation im Krankenhaus“ an. In mehrtägigen Seminaren werden unterschiedlichste Gewaltformen reflektiert betrachtet und mit Hinblick auf die verschiedensten Konfliktlösungsmöglichkeiten erörtert. In Situationstrainings haben die Teilnehmenden sowohl die Gelegenheit, verbale Deeskalationstechniken zu erlernen, als auch die Rolle des Eskalierenden einzunehmen, um durch einen Perspektivwechsel neue Erkenntnisse zu erlangen. Im Klinikalltag stehen die Deeskalationstrainerinnen und Deeskalationstrainer jederzeit für kollegiale Beratungen oder unterstützend in herausfordernden Situationen zur Verfügung.
Ansprechpartner Deeskalationstraining:
Johannes Rincker
E-Mail: johannes.rincker@diak-stuttgart.de
Gesundheits- und Krankenpfleger, Deeskalationstrainer nach ProDeMa®
Biljana Bohl
Krankenschwester, Deeskalationstrainerin nach ProDeMa®
Kontinenzberatung
Die Auswirkungen und Ursachen einer Inkontinenz können vielfältig sein und schränken das Leben der Betroffenen meist stark ein. Die pflegerische Kontinenzberatung am Diakonie-Klinikum kümmert sich individuell um Patientinnen und Patienten mit Kontinenzproblemen sowie deren Angehörige. Dazu gehört die Beratung und Anleitung im Einsatz und Umgang mit Inkontinenz-Hilfsmitteln sowie eine Beratung und Anleitung bei der Einmalkatheterisierung. Die Auswirkungen und Ursachen einer Inkontinenz können vielfältig sein und schränken das Leben der Betroffenen meist stark ein. Die pflegerische Kontinenzberatung am Diakonie-Klinikum kümmert sich individuell um Patientinnen und Patienten mit Kontinenzproblemen sowie deren Angehörige. Dazu gehört die Beratung und Anleitung im Einsatz und Umgang mit Inkontinenz-Hilfsmitteln sowie eine Beratung und Anleitung bei der Einmalkatheterisierung. In regelmäßigen Treffen besprechen die beteiligten Kontinenzberaterinnen und -berater, Pflegerinnen und Pfleger sowie Ärztinnen und Ärzte neuste Behandlungsverfahren und bilden sich so kontinuierlich in ihrem Fachwissen weiter.
Ansprechpartnerinnen Kontinenzberatung:
Agnes Malyjurek, Pflegefachkraft für Kontinenzförderung
Rita Kijan, Pflegefachkraft für Kontinenzförderung
Olena Volkov, Pflegefachkraft für Kontinenzförderung
E-Mail: kontinenzberatung@diak-stuttgart.de
Weitere Zusatzqualifikationen
- ACLS-Provider
- Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie
- Notfallpflege
- Algesiologische Fachassistenz(Pain Nurse)
- Palliative Care
- Stomatherapie
- Herzinsuffizienz
- Geriatrie
- Wundbeauftragte