Vor 120 Jahren wurde das Wilhelmhospital feierlich eingeweiht: Am 16. Januar 1906 eröffnete König Wilhelm II. von Württemberg gemeinsam mit seiner Frau Charlotte das als Chirurgische Klinik geplante Gebäude. Neben dem Paulinenhospital in der Forststraße war das Wilhelmhospital das zweite Krankenhaus der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart.
Heute ist das Wilhelmhospital ein Gebäudeteil des Diakonie-Klinikums auf dem Campus entlang der Rosenbergstraße im Stuttgarter Westen – neben dem Paulinenbau, dem Sophien- und Charlottenbau, die ab 2002 neu entstanden sind und in Stuttgarter Tradition nach Mitgliedern der württembergischen Königsfamilie benannt wurden.
Von Anfang an ist das Wilhelmhospital eng mit der chirurgischen Versorgung des Diakonie-Klinikums verbunden. Der Anspruch, medizinischen Fortschritt sehr früh aufzugreifen und umzusetzen, prägt das Diakonie-Klinikum von Beginn an bis heute: Bereits beim Bau des Wilhelmhospitals waren Räume für eine Röntgenanlage eingeplant – zu einer Zeit, als diese Technik erst wenige Jahre zuvor erfunden worden war.
Nach der umfassenden Sanierung in den vergangenen Jahren präsentiert sich das Wilhelmhospital heute als echtes Schmuckstück. Es vereint historische Bausubstanz mit moderner Infrastruktur und bietet unter anderem Platz für die erweiterte Palliativstation sowie die Zentrale Patientenaufnahme.
"Das Jubiläum ist Anlass, dankbar auf 120 Jahre medizinische Entwicklung und Engagement zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorn zu richten: im Dienst an unseren Patientinnen und Patienten, in der diakonischen Tradition des Hauses und mit dem Anspruch, Medizin und Pflege kontinuierlich weiterzuentwickeln", so Bernd Rühle, Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums Stuttgart.
