Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich sehr, Sie zum 6. Kardiologischen Samstag am Diakonie-Klinikum einzuladen mit dem inzwischen bewährten Format aus mehreren Hauptvorträgen von aktueller Relevanz und spannenden, sehr lehrreichen Fällen aus dem letzten Jahr.
Tagtäglich führen wir zahlreiche Ultraschalluntersuchungen des Herzens durch, sehen viele hypertrophierte Ventrikel und fragen uns häufig: Kann das „nur“ durch den arteriellen Hypertonus bedingt sein? Muss ich an eine Speichererkrankung denken? Oder eine hypertrophe Kardiomyopathie? Oder doch etwas ganz anderes? Gerade durch die inzwischen deutlich verbesserten therapeutischen Möglichkeiten bei der kardialen Amyloidose, aber auch bei der hypertrophen Kardiomyopathie, rücken diese Krankheitsbilder immer stärker in unseren Fokus. Es freut mich daher sehr, mit Herrn Prof. Simon Greulich einen ausgewiesenen Experten für dieses Thema gewonnen zu haben.
Das Thema Vorhofflimmern bleibt eine unendliche Geschichte und nimmt, wie epidemiologische Daten zeigen, weiter an Häufigkeit zu. Dieses ist unter anderem auf die kontinuierlich alternde Gesellschaft sowie auf zunehmend komplex kardial erkrankte Patienten zurückzuführen, die dank moderner medizinischer Möglichkeiten auch immer häufiger das höhere Lebensalter erreichen. Das derzeit neueste und zugleich schnellste Verfahren zum Erhalt des Sinusrhythmus mit wohl dem geringsten Komplikationsrisiko – die sogenannte „pulse field ablation“ – wird im Diakonie-Klinikum seit 2025 durchgeführt. Alle wichtigen Informationen hierzu, insbesondere welches Patientenkollektiv geeignet ist und was es zu beachten gilt, stellt der leitende Oberarzt Dr. Hack vor.
Der dritte Hauptvortrag liegt mir persönlich besonders am „Herzen“, da er ein Thema aufgreift, das wir in der Hektik des klinischen Alltags sicherlich zu selten würdigen: die Seele. Die emotionale Belastung unserer Patienten ist häufig sehr hoch, denn kein Organ wird so unmittelbar mit dem Leben – und damit auch mit dem Tod – in Verbindung gebracht wie unser Herz. Therapeutisch können wir heute sehr viel für unsere Patienten tun, vergessen dabei aber möglicherweise zu oft, dass auch die Seele des Patienten mitgenommen werden muss. Das kostet Zeit und überfordert uns im Alltag sicherlich nicht allzu selten. Umso gespannter dürfen wir auf den Vortrag von Frau Dr. Susanne Rueß, Chefärztin der Psychosomatik, sein: „Seele und Herz – nur miteinander geht’s“.
Dazwischen erwarten uns verschiedene spannende Fälle, die uns wie immer wieder überraschen und lernen lassen...
Unser kardiologisches Team freut sich auf einen kurzweiligen Vormittag mit einem lebhaften kollegialen Austausch.
Ihr Titus Conrad
Chefarzt Kardiologie, Diakonie-Klinikum Stuttgart
Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter folgendem Link:
https://eveeno.com/kardio-samstag26