Schulterarthrose (Omarthrose)

Krankheitsbild und Diagnose

Der Gelenkknorpel am Schultergelenk wird im Vergleich zu anderen Gelenken wie dem Knie- oder dem Hüftgelenk mechanisch weniger beansprucht. Deshalb ist die Arthrose am Schultergelenk eher selten. Die zunehmende Anzahl der jährlich in Deutschland implantierten künstlichen Schultergelenke zeigt jedoch, dass Sie mit diesem Problem nicht alleine sind.

Ursache

Ursachen für die Entstehung einer Schulterarthrose (Omarthrose) können eine gewisse erbliche Belastung oder eine mechanische Überlastung sein. Möglich ist auch ein vorausgegangener Unfall oder eine entzündliche Gelenkerkrankung. Durch den zunehmenden Verschleiß des Gelenkknorpels kommt es mit der Zeit zu einem Aneinanderreiben der Gelenkflächen von Oberarmkopf und Schulterpfanne. In der Folge treten zunehmende bewegungsabhängige Beschwerden und schließlich eine Bewegungseinschränkung im Schultergelenk auf. Häufig ist jedoch auch die Nachtruhe durch die bestehenden Schulterschmerzen beeinträchtigt und führt so zu einer oft erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Diagnose

Die Diagnose einer Schulterarthrose kann oftmals bereits durch eine genaue Untersuchung und Befragung des Patienten gestellt werden. Eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung verbunden mit Reibegeräuschen sowie nächtliche Schmerzen sind wegweisend für eine Schulterarthrose (Omarthrose).

Im Röntgenbild zeigt sich der Gelenkverschleiß dadurch, dass der Gelenkspalt zwischen Oberarmkopf und Gelenkpfanne eingeengt oder bereits völlig aufgebraucht ist. Dadurch reiben die Gelenkpartner aufeinander. Der Oberarmkopf ist häufig bereits verformt und mit knöchernen Anbauten (Osteophyten) versehen.

Für die Operationsplanung ist eine Ultraschalluntersuchung oder eine Kernspintomographie erforderlich, um die Sehnen der Rotatorenmanschette beurteilen zu können. Bei starken knöchernen Veränderungen am Schultergelenk kann in seltenen Fällen auch eine Computertomographie sinnvoll sein.

Therapie

Im Anfangsstadium der Schulterarthrose kann durch entzündungshemmende Medikamente sowie eine begleitende manuelle Therapie oder Krankengymnastik und physikalische Anwendungen eine Linderung der Schmerzen und der Erhalt der Beweglichkeit erreicht werden. Auch Einspritzungen ins Gelenk können zumindest vorübergehend helfen. Halten die Beschwerden trotz der genannten Therapiemaßnahmen weiterhin an und schränkt sich die Bewegungsfähigkeit weiter ein, so bleibt als Behandlungsmethode häufig nur noch das Einsetzen eines künstlichen Schultergelenkes.

Das künstliche Schultergelenk

Welche Art von künstlichem Schultergelenk oder Schulterprothese zur Anwendung kommt, hängt von Art und Ausmaß der Gelenkzerstörung ab.

Der technische Fortschritt in der Schulterprothetik ermöglicht es, dass mit modernen Implantaten die unterschiedlichsten Gelenkverschleißsituationen behandelt werden können.

Je nach Gelenkschädigung kann ein Oberflächenersatz (Kappenprothese) oder eine Oberarmkopfprothese (Kalottenersatz/Hemiprothese) erforderlich sein. Liegt zusätzlich eine Abnutzung (Arthrose) der Gelenkpfanne vor, so wird auch diese ersetzt. Die künstlichen Gelenkanteile können entweder mit oder ohne Knochenzement eingebracht werden. Hiee steht uns ein großes Spektrum an verschiedenen Prothesenmodellen zur Verfügung.

Als Sonderform der Schulterprothese ist die sogenannte Inverse Prothese zu erwähnen. Hierbei werden der Oberarmkopf zur Pfanne und die Schulterpfanne zum Oberarmkopf umfunktioniert. Diese Art von Prothese kommt insbesondere bei einem ausgedehnten Defekt des Muskel-Sehnenmantels am Schultergelenk zum Einsatz.

Krankenhausaufenthalt

Der stationäre Aufenthalt ist für einen einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen notwendig. Im Anschluss daran folgt eine ambulante oder stationäre Rehabilitation.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation wird die betroffene Schulter in einem Schulter-Arm-Verband ruhiggestellt. Zusätzlich zum Schmerzkatheter, der während der Operation gelegt wird, erhalten Sie eine differenzierte Schmerztherapie. Am ersten postoperativen Tag wird in der Regel die Gelenkdrainage entfernt und unter physiotherapeutischer Anleitung bereits mit passiven Bewegungsübungen begonnen. Hinzu kommen Bewegungsübungen auf der Schulterbewegungsschiene. Die genaue Nachbehandlung hängt vor allem vom jeweiligen Prothesentyp sowie davon ab, ob zusätzlich Sehnen genäht wurden. Der Schulter-Arm-Verband wird für vier bis sechs Wochen belassen. Die Gesamtbehandlungsdauer umfasst einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten.

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