Verschluss eines Vorhofseptumdefekts

Einer der häufigsten angeborenen Herzfehler ist der Vorhofseptumdefekt (ASD), bei dem die Trennwand zwischen den beiden Vorhöfen einen Defekt hat.

Infolge des Lochs tritt aufgrund einer Druckdifferenz zwischen den Vorhöfen Blut vom linken in den rechten Vorhof über. Bei größeren Defekten kann dies im Laufe des Lebens zu einer im Zweifelsfall nicht mehr rückbildungsfähigen Schädigung des rechten Herzens sowie der Lungenstrombahn kommen. Dies führt zu einer fortschreitenden Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit infolge einer Herzschwäche sowie zu Rhythmusstörungen des Vorhofs (insbesondere Vorhofflimmern). Häufig sind die Patienten vermehrt infektanfällig. In Einzelfällen kann es zu einer paradoxen Embolie durch den Defekt kommen, bei dem ein Blutgerinnsel aus den zum rechten Herzen führenden Venen das Loch passiert und einen Schlaganfall auslösen kann.

Da ohne interventionellen oder chirurgischen Verschluß eines bedeutsamen ASD die Lebenserwartung dieser Patienten statistisch reduziert ist, wird in dieser Situation auch bei Patienten ohne Beschwerden eine Behandlung empfohlen.   

Unter günstigen anatomischen Voraussetzungen ist der interventionelle Verschluss eines ASD mittels Schirm-Implantation das Verfahren der ersten Wahl mit sehr geringer Komplikationsrate. In etwa 80% der Fälle mit ASD kann dieser ohne Operation mit der Herzkathetermethode verschlossen werden.

Der Behandlungsablauf im Herzkatheterlabor entspricht dem Vorgehen beim Verschluss des Foramen ovale.

Darstellung eines Vorhofseptumdefektes mit Nachweis von zwei Durchtrittstellen (gelbe Farbkodierung) vom linken in den rechten Vorhof

Korrekte Platzierung des implantierten Schirms in das Vorhofseptum mit Verschluss beider Durchtrittsstellen

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