Verschluss des offenen Foramen ovale

Jeder vierte Mensch hat ein offenes Foramen ovale (PFO), d.h. ein kleines Loch zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens. Es gibt Hinweise dafür, dass ein PFO das Auftreten eines Schlaganfalls begünstigen kann.

Zur Gefahr kann ein PFO werden, wenn sich in den Beinvenen Gerinnsel bilden. Diese können unter ungünstigen Bedingungen durch das PFO in die Gehirnarterien eingeschwemmt werden und einen Schlaganfall hervorrufen. Insbesondere bei jungen Patienten findet sich häufig als alleinige mögliche Schlaganfallursache ein PFO.

Nach derzeitiger Studienlage können Patienten, die neben einem PFO eine Aussackung der Vorhofscheidewand (Vorhofseptumaneurysma) aufweisen, von einem Verschluss mittels Schirm profitieren. Ein solches Vorhofseptumaneurysma ist bereits seit langem als Risikofaktor in Kombination mit einem PFO bekannt.

Bei dem Eingriff wird parallel zur Implantation des Schirms über die Leistenvene eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre („transösophageale Echokardiographie“) durchgeführt. Diese dient dazu, das Platzieren des Schirmes zu optimieren.

Während des gesamten Untersuchungs- und Behandlungsablaufs bekommt der Patient intravenöse Medikamente, die ihn in einen schmerzfreien Schlaf („Analgosedierung“) versetzen, so dass das Einführen der Ultraschallsonde in die Speiseröhre nicht wahrgenommen wird. Zusätzlich wird die rechte Leiste schmerzunempfindlich gemacht („Lokalanaesthesie“). Bei der Lokalanaesthesie kann ein leichter Stich, anschließend ein leichtes Brennen sowie vorübergehend ein dumpfes Druckgefühl in der Leiste empfunden werden.

Mittels Punktion der rechten Oberschenkelvene werden sämtliche Instrumente des Verschlusssystems eingeführt. Das Vorführen des Schirmsystems entlang der Venen zum Herzen wird nicht als schmerzhaft verspürt. Ein vorgeformtes Metallgeflecht in der Form zweier fest miteinander verbundenen Schirmchen wird durch das PFO in das Vorhofseptum platziert, so dass dieses nicht mehr durchlässig ist. Im Laufe der folgenden Monate wächst das Metallgeflecht ein und wird vom Körper mit eigenen Zellen überdeckt.

Die gesamte Behandlung dauert ca. 30 min. Danach wird ein Druckverband in der Leiste angelegt, der am nächsten Morgen entfernt wird. Während dieser Zeit müssen Bewegungen des Beckens sowie der unteren rechten Extremität vermieden werden.

Verschluss des offenen Foramen ovale mittels Schirm.
Quelle: St. Jude Medical

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