Behandlungsschwerpunkte

Ziel unserer Arbeit ist der langfristige Therapieerfolg, der die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten berücksichtigt. Wir wägen jedeOperation sorgfältig ab und wissen, dass es für den Schritt, nicht zu operieren oft mehr Kenntnis und Erfahrung bedarf als für die Entscheidung zu einem Eingriff.

Operation an der Halsschlagader zur Vorbeugung von Schlaganfällen

Jährlich erleiden in Deutschland etwa 200.000 Menschen einen Schlaganfall, der in etwa 20% der Fälle auf einer Minderdurchblutung des Gehirns infolge krankhafter Veränderungen an den Halsschlagadern beruht.

Operationen an der Hauptschlagader des Körpers (Aorta) bei Aneurysmen

Ein Aneurysma ist eine Erweiterung einer Schlagader (Arterie), die in allen Körperregionen auftreten kann, häufig jedoch die Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma) unterhalb des Abgangs der Nierenarterien betrifft.

Operationen an der Hauptschlagader des Körpers (Aorta) bei Durchblutungsstörungen des Beckens und der Beine

Bei Verengungen oder Verschlüssen der Hauptschlagader oder der Beckenarterien kann es zu massiven Durchblutungsstörungen der Beine kommen. Wird dies früh erkannt, kann in aller Regel durch ein interventionelles Verfahren (Aufdehnung und/oder Stent) das Problem behoben werden. Mitunter muss aber auch offen operiert werden oder eine Kombination aus den oben genannten Methoden angewandt werden (Hybrid-Verfahren).

Operationen an den Arterien der Extremitäten (Arme und Beine)

Häufigste Erkrankung der Arterien ist die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Wesentliche Folgen der Arteriosklerose sind Herzinfarkt, Schlaganfall und akute oder chronische Durchblutungsstörungen der Extremitäten, die sich in chronischen Belastungsschmerzen zeigen (am Bein vor allem beim Treppengehen, am Arm zum Beispiel bei Arbeiten über Kopf) oder sogar Gewebsveränderungen aufweisen. Dies wird dann als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnet (pAVK).

Operationen an den Venen

Wenn sich Venen erweitern, dann entstehen Krampfadern (Varizen). Die oberflächlichen Venen der Beine sind davon besonders häufig betroffen. Hierfür gibt es unterschiedliche Ursachen, die je nach Ausprägung konservativ, operativ oder interventionell behandelt werden können.

Operationen bei chronischen Wunden

Chronische, nicht abheilende Wunden im Unterschenkelbereich haben ihre Ursache oft in venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen, manchmal auch in einer Kombination aus beidem. Hier bedarf es einer sorgfältigen prae-operativen Diagnostik mit allen zur Verfügung stehenden Untersuchungsverfahren (nicht-invasiv und invasiv). In enger Zusammenarbeit mit unserer Wundambulanz kann dann ein individuelles Therapiekonzept entwickelt werden.

Operative Gefäßzugänge für die Nierenersatztherapie

Wird bei Nierenversagen eine Dialyse notwendig, bedarf es der Anlage eines Gefäßzugangs. Dies kann temporär mit Hilfe von Kathetern erfolgen (z.B. Demers-Katheter) oder dauerhaft durch die Anlage einer sogenannten AV-Fistel (arterio-venöse Fistel). Über die operative Verbindung zwischen einer geeigneten körpereigenen Vene und einer Arterie (z.B. am Arm) kann ein permanenter Gefäßzugang zur Durchführung einer Nierenersatztherapie in einem Dialysezentrum geschaffen werden.

Operationen an den Arterien der Organe

Die Arterien von Organen können durch arteriosklerotische oder aneurysmatische Veränderungen verändert sein. Durch endovasculäre (stent) und operative Therapiemaßnahmen oder einer Kombination aus beidem kann hier ein geeignetes Therapiekonzept für betroffene Patienten gefunden werden.

Ablative Operationsverfahren (Amputationen)

Kann bei einem fortgeschrittenen arteriellen Verschlussleiden mit Gewebsuntergang keine komplette Ausheilung mehr erreicht werden, wird unter Umständen eine Amputation notwendig. In den letzten Jahren ist die Zahl der „Major-Amputationen“ deutlich zurückgegangen, sodass nach Durchführung aller konservativen, endovasculären und operativen Therapiemöglichkeiten Patienten selten einen Verlust einer ganzen Extremität beklagen müssen. Sollte dies trotzdem notwendig werden, kann mit einer modernen Prothesenversorgung eine adäquate Lebensqualität erreicht werden.

Nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

Durch die Infusionstherapie mit gefäßerweiternden Wirkstoffen (vasoaktive Substanzen) können Patienten behandelt werden, bei denen eine Operation oder eine kathetergestützte Therapie keine Aussicht auf Erfolg hat. Auch die dauerhafte Betäubung nervaler Leitungsbahnen in Rückenmarksnähe (sog. CT-gesteuerte Symphatikolyse) kann in geeigneten Fällen eine ausreichende Schmerztkontrolle für den Patienten bringen, sodass die Lebensqualität erhalten bleibt und eine ablative Therapie vermieden werden kann.

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