Aus- und Weiterbildung für Ärzte in der Chirurgie

 

Die Chirurgische Klinik am Diakonie-Klinikum Stuttgart besteht aus vier eigenständigen Bereichen: Der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Endokrinen Chirurgie, der Gefäßchirurgie und Endovascularchirurgie sowie der Plastischen- und Ästhetischen Chirurgie/Handchirurgie.

Behandlungsschwerpunkte der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sind die Hernienchirurgie und die minimalinvasive Chirurgie. Die Klinik ist Referenzzentrum für Hernienchirurgie.

Unser operatives Spektrum

Wir decken das gesamte Spektrum von Operationen des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes ab. Auch komplexe onkochirurgische Eingriffe führen wir in minimalinvasiver Technik durch. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist neben der Urologie und Gynäkologie Bestandteil des zertifizierten Beckenbodenzentrums. Als Akutkrankenhaus besteht eine 24-stündige Notfallversorgung.

Die Endokrine Chirurgie ist ebenfalls als Kompetenzzentrum zertifiziert und führt in hoher Fallzahl Operationen an Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebennieren durch. Spezialisierte Sprechstunden bestehen für beide Bereiche und werden regelmäßig abgehalten.

Weiterbildung in der Chirurgischen Klinik

Die Viszeralchirurgie und die Endokrine Chirurgie praktizieren ein Rotationsmodell, das den halbjährigen Wechsel eines Weiterbildungsassistenten ermöglicht. Weiterbildungsermächtigungen beantragen und führen wir gemeinschaftlich.

  • Derzeit bestehen folgende Weiterbildungsbefugnisse:
  • Basisweiterbildung Chirurgie (24 Monate)
  • Facharztweiterbildung Viszeralchirurgie (48 Monate)
  • Spezielle Viszeralchirugie (24 Monate)
  • Zusatzweiterbildung Röntgendiagnostik fachgebunden – Verdauungstrakt und Gallenwege (12 Monate)

Die Weiterbildungsassistenten sind im Dienst mit der fachübergreifenden Versorgung von Notfallpatienten sowie von ambulanten und stationären Patienten aller vier chirurgischen Disziplinen betraut. Die Basisausbildung erfolgt dabei im Rahmen des Common Trunk mit jeweils halbjähriger Tätigkeit in der Chirurgischen Ambulanz mit Notfallambulanz einerseits und Interdisziplinärer Intensivstation und Intermediate Care (IMC) andererseits. Für die Besetzung der entsprechenden Position gibt es einen Rotationsplan.

Weiterbildungsassistenten nehmen an den täglichen Frühbesprechungen teil, in denen der diensthabende Arzt Patienten aus dem Nachtdienst vorstellt. Ebenfalls täglich erfolgt die Röntgendemonstration und Indikationsbesprechung des Operationsplans für den kommenden Tag.

Wöchentlich erfolgen Chefarzt- und Oberarztvisiten an einem festen Termin.

Patienten mit Malignomen werden wöchentlich in der interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. Die Präsentation erfolgt durch den unmittelbar mitbehandelnden Stationsassistenten.

Klinikinterne Fortbildungen werden einmal in der Woche mit der Frühbesprechung abgehalten. Diese Fortbildung ist eine Veranstaltung der Gesamtchirurgie. Die Fortbildung wird im Voraus halbjährlich geplant und sieht fachübergreifende Inhalte vor.

Monatlich erfolgt die Teilnahme an der Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz des Gesamtklinikums.

TAPP-Hospitationen, Fortbildungen und operative Ausbildung

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie bietet für Kolleginnen und Kollegen aus Klinik und Praxis mehrmals im Jahr TAPP-Hospitationen im Rahmen des Programms „Hernie konkret“ über den BDC an.

Einmal jährlich bestreitet die Allgemein- und Viszeralchirurgie einen Fortbildungsabend im Rahmen der Fortbildungsreihe des Stuttgarter Arbeitskreis für Gastroenterologie (SAGE) zusammen mit der hauseigenen Gastroenterologie.

Die operative Ausbildung des Weiterbildungsassistenten erfolgt schrittweise in Anlehnung an die im Logbuch skizzierten Inhalte und geforderten Operationen gemäß dem individuellen Ausbildungsstand.

Für das Erlernen insbesondere minimalinvasiver Techniken steht eine Trainingseinheit mit Videoturm und Pelvitrainer zur Verfügung.

Organisation und Inhalte der chirurgischen Weiterbildung

Die Zuteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten erfolgt in Abhängigkeit des Ausbildungsstandes. Im ersten und zweiten Weiterbildungsjahr steht die Stationsarbeit unter Anleitung durch einen Facharzt oder Oberarzt im Vordergrund. Zunehmend werden Eigenverantwortlichkeit mit dem Erstellen von Behandlungsplänen, perioperativer Patientenbetreuung, Stationslogistik und Stationsmanagement in die praktische Tätigkeit integriert.

Operativ beginnt die Ausbildung mit der zweiten, später ersten Assistenz zunächst kleinerer Eingriffe. Letztere werden beginnend im zweiten Ausbildungsjahr unter Anleitung selbst durchgeführt. Die Komplexität der zu assistierenden oder selbsttätig durchgeführten Operationen steigt im zweiten und letzten Drittel der Ausbildung stufenweise. Auch ist die Mitbetreuung der Sprechstunde Bestandteil des letzten Ausbildungsabschnittes.

In Personalentwicklungsgesprächen überprüfen wir, ob die gesetzten Ausbildungsziele und Ausbildungsinhalte zeitgerecht erreicht und umgesetzt wurden.

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haering -|- @ -|- diak-stuttgart.de

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Herniennachsorge:

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Chirurgische Notfallambulanz:

Telefon: 0711 991-3950

täglich8.00-16.00 Uhr
ab 16.00 Uhr Notfallbereitschaft